Harnsteine


„Sind Sie auch steinreich?“ 

 

… dann gehören Sie zu den 5% aller Bundesdeutschen, die einmal in Ihrem Leben einen Urologen aufgrund von Steinen im Harntrakt aufsuchen müssen.
Der Häufigkeitsgipfel dieser Erkrankung liegt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Somit kann diese Art von Erkrankung bereits als Volkskrankheit angesehen werden.

Für die Steinerkrankung (Urolithiasis) gibt es verschiedene Risikofaktoren. Hierzu gehören:

  • Höheres Lebensalter
  • Beruf
  • Ernährungsgewohnheiten
  • geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • genetische (familiäre) Veranlagung

Die Symptomatik von Harnsteinen ist abhängig von der Steinlage und der Steinbeweglichkeit. Die Symptome reichen von geringen Beschwerden bis hin zur gefürchteten Nierenkolik. Diese Kolik, oft in Verbindung mit Abflussbehinderungen des Urins aus der jeweilig betroffenen Niere, bedarf der dringenden ärztlichen Behandlung. In der Regel sollten diese Patienten unmittelbar nach notfallmäßiger Versorgung einem Urologen zugewiesen werden. Oftmals sind unmittelbar einzuleitende endoskopische Maßnahmen notwendig. 

In unserer Klinik wird das gesamte Spektrum der modernen Steintherapie angeboten.

Neben der extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWL) von Nieren- und Harnleitersteinen bieten wir selbstverständlich auch alle Formen der endourologischen Steintherapie an.  

Ureterorenoskopie (URS, Harnleiterspiegelung): hierzu stehen uns starre und flexible Ureterorenoskope zur Verfügung, mit denen über den natürlichen Zugangsweg durch die Harnröhre und Blase Steine aus dem Harnleiter und der Niere entfernt werden können. Hiermit werden bevorzugt kleine Steine (< 1 cm) des Nierenbeckens und der unteren Kelchgruppe der Niere oder Harnleitersteine behandelt. Durch die Harnleiterspiegelung kann man unter direkter Sicht die Steine mit einer Zange oder einem Körbchen bergen und entfernen, ggf. auch vorher vor Ort zertrümmern (z. B. mittels Laser).
Um alle Kelche der Niere einsehen zu können, verwenden wir auch ein flexibles Endoskop, welches in Kombination mit dem Laser eine schonende Steintherapie ermöglicht.

Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL): erweist sich ein Stein als größer, kann er endoskopisch durch eine Punktion der Niere von außen entfernt werden. Diese Methode kürzt man als PCNL ab.
Hierbei liegt der Patient auf dem Bauch. Nach ultraschallgezielter Punktion der Niere wird der Punktionskanal aufgeweitet und über ein starres Endoskop die Steinbehandlung durchgeführt. Die Steine können wie bei der URS zertrümmert oder auch im Ganzen entfernt werden. Nach der Operation wird für wenige Tage eine Nephrostomie (Nierenkatheter) in der Niere belassen. Bei Reststeinen ist im Verlauf evtl. eine weitere Therapie in Form einer ESWL oder URS notwendig.  

Der Stein ist raus, was nun?

Auch nach der Akuttherapie beraten wir Sie gernein Fragen der Steinprophylaxe, auch als Metaphylaxe bezeichnet.
Die allgemeine Metaphylaxe beinhaltet alle Maßnahmen zur Vermeidung einer Übersättigung des Urins mit zur Kristallisation neigenden Substanzen. Hierzu zählen folgende Maßnahmen:

  • Trinkmenge von mind. 2 – 2,5 Litern/Tag (gleichmäßig über den Tag verteilt)
  • Spezielle Metaphylaxe: diese ist speziell auf die Steinart und das laborchemische Risikoprofil des Patienten abgestimmt. Hierzu ist eine intensive Betreuung durch den Urologen essentiell.

Informationsblätter zur Steinmetaphylaxe der entsprechenden Steinart können Sie über unser Sekretariat erhalten.
Gerne beraten wir Sie im Vorfeld einer geplanten Steintherapie welches Verfahren für Sie am geeigneten ist. Vereinbaren Sie in diesem Fall über Ihren behandelnden Arzt einen Beratungstermin in unserer Sprechstunde.

 

 

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11.08.2020   15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

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