Kinderurologie


Im Rahmen der Kinderurologie behandeln wir die u. g. Erkrankungen. Es gibt je nach Erkrankung/ Befund die Möglichkeit einer konservativen oder operativen Therapie. Sollte in diesem Zusammenhang eine stationäre Aufnahme erforderlich sein, wird Ihr Kind auf einer speziellen Kinderstation (Station 1 K) betreut. Dort werden wir unterstützt von einem kompetentem Team aus Kinderärzten und speziell ausgebildetem Pflegepersonal.

EINNÄSSEN (KINDLICHE INKONTINENZ):
Neben einer ausführlichen Erfassung der Symptomatik erfolgen in unserer Sprechstunde die körperliche Untersuchung, die Urinanalyse sowie die Sonographie der Harnwege. Anschließend wird mit Ihnen und Ihrem Kind das weitere Vorgehen ausführlich besprochen: Verhaltenstraining, ggf. Klingelhose, ggf. medikamentöse Therapie.

WASSERBRUCH, BZW. ANGEBORENER LEISTENBRUCH (OFFENER PROC. VAGINALIS TESTIS):
Während der Entwicklung des Jungen während der Schwangerschaft wandert der Hoden vom Bauchraum in den Hodensack hinab. Hierbei nimmt er ein Stück des Bauchfells mit. Dieses verschließt sich im Regelfall bis zur Geburt. Bei Fortbestehen dieser Verbindung kann der Hodensack jedoch mit Bauchwasser gefüllt werden. Typischerweise nimmt daher die Größe des Hodensacks, v. a. beim Schreien des Kindes, zu. Es besteht die Gefahr, dass sich Darmschlingen in diesem Wasserbruch verfangen und hieraus ein Darmverschluss entsteht. Daher sollte die Situation bei einem Nichtverschluss dieser Verbindung einige Monate nach der Geburt des Kindes operativ korrigiert werden.

FEHLMÜNDUNG DER HARNRÖHRE (HYPOSPADIE):
Während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib bildet sich an der Unterseite des Penis die Harnröhre, die im Regelfall auf der Eichel endet. Bei einer Hypospadie befindet sich die Harnröhrenöffnung nicht in der Mitte der Eichel, sondern unterhalb. Neben dem kosmetischen Aspekt muss auch die Funktionalität (Samenerguss, Harnstrahlstärke) beachtet werden. In unserer Klinik korrigieren wir mildere Formen der Hypospadie, bei denen sich die Harnröhrenöffnung noch auf der Eichel befindet.

INFEKTIONEN:
Wir behandeln zudem urologische Infektionen im Kindesalter, hierzu zählen vor allem Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen. Sollte diese einer weiteren Abklärung bedürfen, ist dies in vielen Fällen, ggf. in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie oder Nuklearmedizin, in unserer Klinik möglich.

HODENHOCHSTAND:
Der Hoden Ihres Kindes sollte bis spätestens Ende des 12. Lebensmonats im Hodensack zu liegen kommen. Idealerweise ist er bereits während des 1. Lebensjahres im Hodensack. Hierdurch können mögliche Folgeschäden wie mangelndes Hodenwachstum oder Unfruchtbarkeit vermieden werden. Nach einer gründlichen Untersuchung der Hodenlage mittels Abtasten und Ultraschall besprechen wir mit Ihnen den Befund. Falls notwendig, führen wir die notwendige operative Korrektur in unserer Klinik durch.

NIERENBECKENABGANGSENGEN:
Der von den Nieren produzierte Urin wird ins Nierebecken abgegeben. Von hier wird er über die Harnleiter in die Harnblase transportiert und verlässt schließlich über die Harnröhre den Körper. Bei einigen Kindern ist die Verbindung zwischen Nierenbecken und Harnleiter verengt. Dies führt zu einem Harnstau der Niere und fällt entweder im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung oder aufgrund von Schmerzen des Kindes im Bereich der Niere auf. Nach entsprechenden Voruntersuchungen mit Ultraschall, Beurteilung der Nierenfunktion sowie der Abflussverhältnisse wird diese Enge durch eine plastische Operation beseitigt.

NOTFÄLLE (HODENVERDREHUNGEN, VERLETZUNGEN):
Wir behandeln sämtliche Notfälle im Bereich der Kinderurologie und stehen rund um die Uhr über die Notaufnahme zur Verfügung. Neben Verletzungen handelt es sich oftmals um akut aufgetretene Schmerzen im Bereich des Hodens oder des Nebenhodens. Während eine Hodenverdrehung immer einer operativen Therapie innerhalb von 6 Stunden nach dem ersten Auftreten der Beschwerden bedarf, können Verdrehungen von Hodenanhangsgebilden (Hydatiden) unter Umständen auch konservativ behandelt werden.

VESIKOURETERALER REFLUX (VUR):
Hierbei kommt es zu einem Zurückfließen von Urin aus der Harnblase in die Niere. Dies wird in der Regel durch einen angeborenen, zu kurzen Verlauf des Harnleiters in der Harnblasenwand verursacht. Den Reflux gibt es in verschiedenen Ausprägungsgraden. Die Kinder fallen oft durch Harnwegsentzündungen auf. Die Spontanheilungsrate beträgt ca. 10% pro Jahr, so dass in den ersten Lebensjahren keine operative Therapie, sondern nur eine medikamentöse Prophylaxe mit Anbitiotika notwendig wird. Es wird empfohlen, einen bleibenden Reflux jedoch bis spätestens im Grundschulalter korrigiert zu haben. Hier bieten wir die klassische Operation mit Verlängerung des Harnleiterverlaufs in der Harnblase (Antirefluxplastik) an. Bei leichtem Reflux ist ferner eine minimalinvasive Methode mit Unterspritzung der Harnleitermündung im Rahmen einer Blasenspiegelung möglich.

Aktuelle Termine



17.12.2019   09:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Sicherer Babyschlaf [ ... mehr]


07.01.2020   09:30 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Wieviel Pflege braucht Babyhaut [ ... mehr]


21.01.2020   09:30 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Einführung von Beikost - Von der Muttermilch zum Knödel [ ... mehr]


31.01.2020   13:30 Uhr

Führung durch die Palliativstation


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04.02.2020   09:30 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Stillen - Ein Geschenk für das Leben [ ... mehr]



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